© Autor: Martin Retelj , Webmaster: Igor Kriznar, 24.10.2010, Impressum Geschichtlicher und derzeitiger Überblick der Slowenischen Gemeinde Frankfurt Die Anfänge der Slowenischen Katholischen Gemeinde in Frankfurt reichen bis in das Jahr 1964, und darüber hinaus, zurück. Slowenische Geistliche luden die Slowenen zur Messe und zum Empfang der Sakramente, vor allem zur Taufe und Hochzeit, ein. Dies waren insbesondere Dr. Franc Felc und Dr. Janez Zdešar . Im April 1964 begann Dr. Franc Prijatelj in den Bistümern Freiburg, Speyer, Trier,  Limburg, Mainz und Fulda mitzuwirken. Der Sitz dieser hohen Mission war in Mannheim. Ab Dezember 1970 übernahm ein weiterer Geistlicher, namens Jože Cimerman, den südlichen Teil (Bistümer Freiburg, Trier und Speyer). Den nördlichen Teil (Bistümer Limburg, Mainz, Fulda und Würzburg) betreute weiterhin Dr. Prijatelj. Seinen Wohnsitz in Mannheim gab er im September 1971 auf, woraufhin er nach Frankfurt in die Textorstraße zog. Ab Oktober 1977 war der Sitz der Gemeinde in der Holbeinstr. 70 in Frankfurt. Ab Januar 2005 ist der Sitz in Oberrad: Mathildenstr. 30 a, 60599 Frankfurt. Der Gottesdienst in Frankfurt war am Anfang an den beiden Orten Kapelle Kolpinghaus und Griesheim.  Später fanden die Gottesdienste im Deutschorden statt. Heutzutage finden die Gottesdienste bei den Klarentinern in der Herz Marien Kirche statt. Der überwiegende Teil der slowenischen Außsiedler kam aus wirtschaftlichen Gründen in den sechziger Jahren nach Deutschland. Manche sind aufgrund politischer und auch wirtschaftlicher Gründe vor 1960 ausgewandert. Sie kamen aus allen slowenischen Gebieten. Die meisten stammen jedoch aus Prekmurje (Murgebiet), Prlekija, Slovenske Gorice, Haloze und aus Štajerska (Steiermark). Die wenigsten Aussiedler kamen aus Dolenjska, Gorenjska und Notranjska (Unter-, Ober- und Innerkrain) sowie aus Slovensko Primorje (dem slowenischen Küstenland). Zu Beginn ließen sich die slowenischen Aussiedler in den Großstädten Frankfurt, Offenbach, Mainz, Wiesbaden und Darmstadt sowie im nördlichen Teil Hessens nieder. Heutzutage sind sie in mehr als 250 Städten und Dörfern der Bundesländer Hessen und Rheinland Pfalz vertreten. Die jetzige Gemeinde und deren Pfarrer sind für die Slowenen der Bistümer Limburg, Mainz und Fulda zuständig. Zur Gemeinde zählen etwa 2000 Mitglieder. Der Gottesdienst findet jeden Sonntag in Frankfurt statt, davon einmal im Monat nachmittags. Ebenso findet die Messe dreimal monatlich in Mainz statt. Der Gottesdienst in Darmstadt findet im Regel an vierten Samstag im Monat statt. In Lich wird die Messe einmal pro Monat abgehalten. Eine größere Veranstaltung  in Frankfurt stellt der Martinstag und Fasching dar. Ebenso finden Treffen und Wahlfahrten in kleineren Kreisen statt. Dies sind z.B. Wahlfahrt im Januar in Ilbenstadt, zur Fastenzeit im Marienthal, im Mai in Maria Sternbach und im Juni in Maria Einsiedel. Zudem existiert eine Veranstaltung am kulturellen Feiertag der Slowenen und die Nikolausfeier. Nebenbei wirkt die Gemeinde auch bei Feiern des Bistums mit. In der Vergangenheit gab es fast jedes Jahr einige Taufen. Die Kommunionen und Firmungen finden alle paar Jahre statt. Dagegen finden Hochzeiten seltener statt. Die Bestattungen erfolgen überwiegend in der Heimat. Umso grösser ist das Verlangen nach einem Besuch, insbesondere der älteren Gemeindemitglieder, die in mehr als 250 Orten Hessens und der Rheinland-Pfalz sesshaft sind. Zudem wünschen sich die Mitglieder weiter entfernt liegender Orte, neben dem brieflichen Kontakt und der Gemeindezeitung "Med nami povedano" (Unter uns gesagt) und "Naša luč" (Unser Licht) auch persönliche Kontakte und Gespräche. Folgende Geistliche waren in dieser Gemeinde tätig: - vor dem Jahre 1964 zeitweise Dr. Janez Zdešar und Dr. Franc Felc - vom April 1964 bis Januar 1972 Dr. Franček Prijatelj(am 03.01.1972 tödlich verunglückt) - vom Januar bis Juli 1972 zeitweise p. Janez Sodja, dr. Janez Zdešar und Ciril Turk - vom Juli 1972 bis November 1975 Dr. Edo Škulj - vom November 1975 bis Oktober 1991 Mirko Jereb - vom Oktober 1991 bis September 1996 Janez Modic - ab September 1996 Martin Retelj